Haus Tabea mit Vorreiterrolle für gute Betreuung im Alter

vom 12.02.2026

Ein neuer Leitfaden gibt Anregungen für eine gute psychosoziale Betreuung in Altersinstitutionen. Das Haus Tabea hat mit 15 anderen Pflegezentren bei der Entstehung des Leitfadens mitgewirkt und wird an mehreren Stellen als Vorzeigebeispiel erwähnt.

Neue Wege im Betreuungsalltag

Bei Menschen mit einem mittleren bis fortgeschrittenen Pflegebedarf bleiben ausserhalb der Schlafens- und Ruhezeiten täglich rund 15 Stunden, die es sinnvoll zu füllen gilt. Es trägt wesentlich zur Lebensqualität bei, wenn diese Zeit anregend, selbstbestimmt und individuell gestaltet wird. Der Leitfaden illustriert anhand eines Tagesablaufs, wie eine gute Betreuung gelingen kann. Neben Ergebnissen aus Fachstudien werden auch vorbildliche Praxisbeispiele aus 16 verschiedenen Altersinstitutionen aus der ganzen Schweiz präsentiert, darunter auch aus dem Alterszentrum Haus Tabea.

Haus Tabea zeigt, wie’s geht

So zitiert der Leitfaden unseren Gesamtleiter Flurin Truog beispielsweise im Zusammenhang mit der Wichtigkeit des Dialogs: «Geistig gefordert und mit anderen im Austausch zu sein, ist für die Bewohnenden elementar, um kognitiv nicht abzubauen und damit auch dem körperlichen Abbau entgegenzuwirken. Wir suchen im Alltag unterschiedliche Momente für den Dialog mit ihnen und versuchen zugleich, vielfältige Anreize für Gespräche unter den Bewohnenden zu schaffen.» Solche Gesprächsanreize bieten unter anderem die interaktiven Plüschtiere, die im Haus Tabea seit einem Jahr im Einsatz sind (mehr dazu hier) oder auch unser Velotraining, das beliebter Treffpunkt für unsere Bewohnenden ist. Auch zu anderen Themen wie Raumgestaltung sowie Feedback- und Beschwerdemanagement liefert der Leitfaden Inputs aus dem Haus Tabea.

Schriftliche Verankerung muss sein

Im zweiten Teil des Leitfadens wird aufgezeigt, wie gute Betreuung im Betrieb verankert werden soll. Nur wenn Aufgaben und Zuständigkeiten klar geregelt und in Konzepten festgehalten sind, wird gute Betreuung im Alltag auch gelebt. Als Vorzeigebeispiel führt der Leitfaden erneut das Haus Tabea auf mit seinem «Konzept für Betreuung und Aktivierung».

Zu den «Baustellen» stehen

Obschon uns unsere Vorreiterrolle mit Stolz erfüllt, zeigt uns der Leitfaden aber auch, wo es im Haus Tabea noch Verbesserungspotential gibt. Ein Begleit- und Besuchsdienst mit Freiwilligen oder die vermehrte Einbindung von Bewohnenden in alltägliche, leichte Arbeiten in Haus und Garten – das sind Empfehlungen, die im Haus Tabea noch ausbaufähig sind. Die Verantwortlichen sind sich dieser «Baustellen» bewusst und sie fliessen Schritt für Schritt in die Zukunftsplanung ein.

Der Leitfaden liegt in einer Kurz- und Langversion vor und wendet sich vor allem an Fachpersonen, die in Altersinstitutionen für Betreuung und Aktivierung der Bewohnenden verantwortlich sind. Aber auch für Menschen, die sich im privaten Bereich um Betagte kümmern, enthält er wertvolle Inputs. Erarbeitet wurde er von ARTISET, einem Zusammenschluss von Branchenverbänden im Gesundheitssektor, und der Paul Schiller Stiftung.

Kurz- und Langversion vom «Leitfaden für gute Betreuung in Altersinstitutionen» stehen auf www.gutaltern.ch zum Download bereit. Kostenlose gedruckte Exemplare können mit einem Mail an info@artiset.ch bestellt werden.


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